08.03.2025
Wort zum Sonntag 10 KW/2025
Invocavit
Wir stehen am Beginn der Passionszeit – auch Leidenszeit, Fastenzeit. Geht es in dieser Zeit auch darum den Versuchungen zu widerstehen: eine Widerstandskraft durch Gottes Hilfe und Stärke zu finden.
Ich kenne meine Schwächen, deshalb möchte ich umso mehr eine Fastenweise kennenlernen, die sich nicht nur am Verzicht festmacht, sondern an Haltungen und Einstellungen. Kennen Sie die Fasten-Aktion 7 Wochen ohne…, welche 1983 ins Leben gerufen wurde, und in diesem Jahr unter folgendem Motto steht: „Luft holen! Sieben Wochen ohne Panik“?
Das gesamte Leben und unsere Umwelt hängen vom Atmen ab. (Zwischen dem ersten und dem letzten Atemzug atmen wir täglich um die 20 000 Mal ein und aus.) Und nun zur Panik: denn zu oft sorgen uns Hass und Hetze, Panik breitet sich aus und schadet. Umso schwerer dann, ruhig zu atmen und sich so vielleicht auch zu schützen. Unsere Bedürfnisse und Fragen nach den Quellen des Trostes und der Freude brauchen dringend Zeiten des Luftholens, beispielsweise am See/Meer oder im Wald. Ein- und ausatmen, nicht mehr und nicht weniger.
Beobachten Sie doch mal ihre Atmung bei dem Lied der Woche: Ach bleib mit deiner Gnade (EG 347) und kommen Sie genussvoll durch die Fastenzeit-
Und wem es schwer und leidvoll wird der habe – wie Hiob – Menschen um sich, die trösten, ermutigen, mit atmen.
A(t)men!
Rahel Insa Liebig
Pfarrerin im Entsendungsdienst Wallendorf